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STUDIE ZU ENERGIEEFFIZIENTEN NUTZFAHRZEUGEN
 



 

TÜV SÜD: Welche Faktoren spielen eine Rolle beim Kauf neuer Fahrzeuge, die zum Einsatz in Städten und Gemeinden kommen?

Mehr als die Hälfte der kommunalen Flottenbetreiber legt einen großen Wert auf die Energieeffizienz. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Technomar im Auftrag von TÜV SÜD anlässlich der Auto Mobil International 2012 (AMI) bei 150 kommunalen Flottenbetreibern in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern im gesamten Bundesgebiet durchgeführt hat.

Die Studie liefert weitere wichtige Erkenntnisse: Die Einstellung zu mehr Energieeffizienz ist mehrheitlich positiv – über alle politischen Parteien hinweg.

Im Osten besser informiert
Für mehr als die Hälfte (50,3 Prozent) der befragten Flottenverantwortlichen die Energieeffizienz der Fahrzeuge einen hohen Stellenwert einnimmt. Für knapp 40 Prozent (38,4 Prozent) ist das Thema von mittlerer Relevanz. Für lediglich 9 Prozent spielt die Energieeffizienz eine untergeordnete Rolle.
Und für die meisten nimmt das Thema weiter an Bedeutung zu: Für 36 Prozent der Befragten deutlich, knapp die Hälfte sieht eine leichte Zunahme. Keine Veränderung erwarten lediglich 12 Prozent. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt fällt der Stellenwert der Energieeffizienz in Ostdeutschland geringer aus.

Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand
Die Kraftstoffeinsparung ist die wichtigste Maßnahme für mehr Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. Weniger Verbrauch ist für knapp 50 Prozent das wichtigste Ziel. Wenig Potenzial sehen die Befragten beispielsweise bei der Fahrerschulung. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Maßnahmen für die Umwelt gleichzeitig wirtschaftlichen Nutzen bringen. Dementsprechend ist die Energieeffizienz auch auf Platz zwei bei den Kriterien für die Anschaffung neuer Fahrzeuge – wichtigstes Kaufkriterium sind die Betriebskosten. Drittwichtigster Entscheidungsgeber ist der Anschaffungspreis.

Stromantrieb hat größtes Potenzial Der zunehmend hohe Stellenwert der Energieeffizienz und ständig steigende Spritkosten sind automatisch Treiber für alternative Antriebe. Hier steht der reine Elektroantrieb ganz oben auf der Wunschliste kommunaler Flottenbetreiber. Mehr als 30 Prozent prüfen aktuell den Einsatz von strombetriebenen Fahrzeugen. Eingesetzt werden die E-Modelle mehrheitlich für innerstädtische Personen- oder Kurierfahrten.

Weitere Wirkungsbereiche sind Gärtnereien, Straßenreinigung sowie Müllentsorgung. Auf Platz zwei und drei bei den Bemühungen durch alternative Antriebskonzepte stehen die Diesel- und die Erdgastechnologie mit jeweils 20,2 Prozent, gefolgt von Hybridfahrzeigen mit 12,5 Prozent. Für Brennstoffzelle und Wasserstoffantrieb sehen die Befragten in naher Zukunft kein Potenzial. Diese Antriebsformen landen mit 4,2 Prozent am Ende der Wunschliste.

Alternative Antriebe mittelfristig konkurrenzfähig
Auch wenn 30 Prozent der Befragten ihre Flotten weiter elektrifizieren würden, der Elektroantrieb ist in den Kommunen bisher nicht über die Testphase hinausgekommen. Größtes Hindernis für weit über die Hälfte: der hohe Anschaffungspreis. Die Fahrzeuge werden daher meist nur über geförderte Projekte betrieben. Weitere Hürden für mehr alternative Antriebe sind aus Sicht der Flottenverantwortlichen wenig ausgereifte Technologien sowie die fehlende Infrastruktur, beispielsweise für das Aufladen von Elektrofahrzeugen. Trotz dieser Hindernisse sehen alle Befragten die Alternativen mittelfristig auf dem Vormarsch – konkurrenzfähig und mit einem nennenswerten Marktanteil. Wichtigste Faktoren für den Trend: die steigenden Energiepreise, höherer Kostendruck auf die Kommunen und schärfere Umweltanforderungen.

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Andreas Varesi unter der Telefonnummer +49 (0)89 419 418 23 gerne zur Verfügung.


 
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