Sie sind hier: Studien  

POTENZIALE DER DEZENTRALEN KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG
 



 

Potenziale der dezentralen Kraft-Wärme- Kopplung im deutschen Strom- und Wärmemarkt unter Einfluss des neuen Energiewirtschaftsrechts und des Emissionshandels.

Bereits drei Mal haben ENERGIE & MANAGEMENT und TECHNOMAR Studien zum deutschen Markt der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) durchgeführt. Die Gemeinschaftsuntersuchung „Künftige Entwicklung der dezentralen Energieversorgung im liberalisierten Energiemarkt – Auswirkungen auf die Energieerzeugung und den Bedarf an Anlagen und Komponenten“ vom Dezember 1998, eine Aktualisierung dieser Studie vom August 2000 sowie die Gemeinschaftsuntersuchung „Umsetzung des KWKModG und die Auswirkungen auf den Markt der Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland“ vom Juli 2003 haben sich jeweils mit den veränderten Randbedingungen auseinandergesetzt und die Auswirkungen auf die künftige Entwicklung der KWK im Energiemarkt abgeschätzt.

Derzeit werden Hersteller und Betreiber von KWK-Anlagen in der Industrie, im Gewerbe, in den Kommunen sowie in der Wohnungswirtschaft erneut mit neuen Marktbedingungen konfrontiert. Dazu zählen die Verabschiedung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), die Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die Einführung des Emissionshandels und die neue KWK-Richtlinie der EU. Hinzu kommt, dass die schwarz-rote Bundesregierung verstärkte Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz und eine Überprüfung der Fördermechanismen des KWK-Gesetzes angekündigt hat. Zur Absicherung von Investitionsentscheidungen und zur Abschätzung der künftigen Marktentwicklung müssen zudem die Auswirkungen der veränderten Energiepreise beurteilt werden.

Dabei sind sowohl positive als auch negative Impulse erkennbar:

1. Das neue Energiewirtschaftsgesetz hat den Netzzugang für dezentrale Einspeiser sowie die Vergütung der vermiedenen Netznutzungsentgelte verbessert, die Gleichstellung von Contracting und Eigenversorgung wurde aber noch nicht erreicht und es droht eine zusätzliche administrative Belastung für Arealversorgung.

2. Der im EEG festgelegte Bonus für gekoppelte Wärmenutzung begünstig die KWK, die Belastung der Contractoren mit der EEG-Quote hemmt die Entwicklung der KWK.

3. Die Berücksichtigung der KWK bei der Zuteilung von Emissionszertifikaten („Doppelbenchmark“) erhöht die Wirtschaftlichkeit großer KWK-Anlagen, während die in kleinen KWK-Anlagen erreichte CO2-Minderung noch nicht in handelbare Zertifikate umgesetzt werden kann.

4. Die begonnene Erneuerung des fossilen Kraftwerksparks sowie die Berücksichtigung der Opportunitätskosten der CO2-Zertifikate führen zu Stromhandelspreisen, die zunehmend die Vollkosten der Erzeugung berücksichtigen, was die Wirtschaftlichkeit der KWK deutlich verbessert. Die steigenden Öl- und Gaspreise zehren aber einen Teil dieser Vorteile wieder auf.

5. Die Erschließung der KWK-Potenziale in Ein- und Zweifamilienhäusern wird durch die offensichtlich anstehende Markteinführung von Mikro-KWK (überwiegend mit Stirling-Motoren) ermöglicht, während bei der Entwicklung von stationären Brennstoffzellen Rückschläge zu verzeichnen sind.

6. Bei der Realisierung „virtueller Kraftwerke“ sind technische Fortschritte erreicht worden, es müssen aber weitere organisatorische und administrative Hürden überwunden werden.

Um die Auswirkungen dieser Faktoren auf den KWK-Markt abzuschätzen, bieten ENERGIE & MANAGEMENT und TECHNOMAR auf der Grundlage der Studien von 1998, 2000 und 2003 eine Gemeinschaftsuntersuchung „Potenziale dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung im deutschen Strom- und Wärmemarkt unter Einfluss des neuen Energiewirtschaftsrechts und des Emissionshandels“ an. Genaueres zur Studie finden Sie im Angebot.

Die Studie wurde im Oktober 2006 abgeschlossen und kann für 7.500,- Euro bezogen werden.
Für zusätzliche Informationen stehen wir Ihnen gerne unter der Telefon-Nummer +49(0)89/419 418-0 zur Verfügung.

Angebot
Studie bestellen [5 KB]


Erwartungen an Anbieter der Materialflusstechnik | Raumkühlung im Neubau und Bestand von Wohngebäuden