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WHITEPAPER ELEKTROMOBILITÄT
 



 

Nur ein schneller Paradigmenwechsel kann Deutschlands Autoindustrie vor einem Abstieg in die Belanglosigkeit bewahren. Das ist ein Ergebnis der Untersuchung „Elektromobilität: Optionen für Deutschlands Automobilindustrie“. Dabei hat Technomar zwei mögliche Szenarien entwickelt, wie es deutschlands Automobilindustrie ergehen kann. Die aktuelle „Weiter-so“ Haltung von Politik und Industrie führt hierbei mittelfristig in die Belanglosigkeit selbst auf dem Heimatmarkt. Eine alternative Strategie zeigt dagegen, wie sich bestehende Kompetenzen gewinnbringend zukunftsfähig machen lassen, um der Konkurrenz aus Fernost wirkungsvoll Paroli bieten zu können.

Ankündigungen wie die des chinesischen Batterie- und Autobauers BYD bereits 2011 über eine deutsche Hauptniederlassung ihre Fahrzeuge in Europa vertreiben zu wollen, zeigen die Brisanz der Situation. Zwar sind durch Kooperationen mit asiatischen Batterieherstellern ab 2013 Elektroautos Made in Germany möglich, da jedoch die Batterie ein Drittel des Fahrzeugwertes ausmacht, geht dieser Teil der Wertschöpfung nach Fernost. Und deutsche Kernkompetenzen wie Getriebe- und Motorenbau verlieren zunehmend an Bedeutung.

Weiterer Druck kommt von Stromkonzernen, die alle Energie- und Mobilitätsaspekte in einem Paket anbieten wollen. EWE hat gezeigt, dass sogar Elektroautos aus eigener Produktion denkbar sind. Zudem werden durch modulare Fahrzeugkonzepte auch Megabrands wie Google oder Apple in die Lage versetzt, eigene Elektroautos anzubieten.

Im sogenannten Lithium-Ionen-Szenario hat Technomar errechnet, wie sich in Deutschland der Anteil heimischer Kfz langfristig entwickeln könnte, wenn die bisherigen Strategien beibehalten werden. In diesem Szenario würde sich bis 2030 der Kfz-Anteil aus deutscher Produktion mehr als halbieren.

Anders könnte sich eine Führerschaft bei Antrieben mit Erdgas, Biomethan und Wasserstoff auswirken. Hier können bei hervorragender Umweltbilanz weiterhin deutsche Kernkompetenzen zum Einsatz kommen. Im sogenannten Kernkompetenz-Szenario prognostiziert Technomar bis 2030 einen konstanten Marktanteil für deutsche Fabrikate.

Damit das Kernkompetenz-Szenario Realität werden kann, müssen deutsche Politik und Autoindustrie zügig ein wirkungsvolles Konzept entwickeln und umsetzen.

Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Andreas Varesi unter der Telefonnummer +49 (0)89 419 418 23 gerne zur Verfügung.


 
Das „Whitepaper Elektromobilität – Optionen für Deutschlands Automobilindustrie“ kann ab sofort kostenlos als PDF heruntergeladen [769 KB] werden.  



Studie zur Zukunft des Autohandels | Zukunft der Wärmeerzeugung